Ausgegraben: When I Dream

19/06/2020  |  Ausgegraben

Ausgegraben ist eine neue News-Rubrik, die wir in regelmäßigen Abständen hier veröffentlichen werden. Ein*e Asmodee Mitarbeiter*in stellt euch ein Spiel vor, das er/sie selbst gerne spielt und das viele von euch vielleicht noch nicht kennenlernen konnten.

Heute stellt euch Torsten Becker aus dem Marketing When I Dream vor:


Feen, Nachtalben und Sandmänner

Die heutige Ausgrabung hat das Spiel When I Dream zutage gefördert.

When I Dream ist ein Kommunikationsspiel für 4 – 10 Spieler.

Kannst du dich an das erinnern, was du letzte Nacht geträumt hast? Ja? Das ist sehr gut. Pass jedoch auf, denn die Wesen der Nacht versuchen deine Träume zu beeinflussen. Die Feen freuen sich immer darüber, dass du einen schönen Traum hattest. Die Nachtalben auf der anderen Seite bescheren dir unschöne Albträume. Während die Sandmänner darauf aus sind, das Gleichgewicht zwischen guten Träumen und Albträumen aufrecht zu erhalten.

Jeder Spieler ist einmal der Träumer und zieht sich die Schlafmaske auf. Blind versucht er die Karten richtig zu erraten, für die er Tipps von seinen Mitspielern bekommt. Doch muss er stets versuchen herauszufinden, welcher Mitspieler ihn in die Irre führen möchte. Denn sowohl Feen, Nachtalben als auch Sandmänner haben eigene Ziele. Nach einer Runde (ca. 2 Minuten) versucht sich der Träumer an alle Karten zu erinnern, um möglichst viele Punkte zu gewinnen.

Dafür bekommen die Rollen Siegpunkte:

  • Der Träumer: Erhält je 1 Punkt pro richtig erratene Karte und 2 zusätzliche Punkte, wenn er sich an all diese Karten erinnert.
  • Die Feen: Erhalten je 1 Punkt pro richtig erratene Karte.
  • Die Nachtalben: Erhalten je 1 Punkt pro falsche oder übersprungene Karte.
  • Die Sandmänner: Erhalten bei einem Gleichstand der richtig und falsch erratenen Karten Punkte in Höhe der Kartenzahl +2; bei einer Karte Differenz Punkte in Höhe des größeren Kartenstapels; und bei 2 oder mehr Karten Unterschied die Punkte in Höhe des kleineren Kartenstapels.
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Wie wird gespielt?

Wenn die Nacht beginnt nimmt der erste Spieler die Rolle des Träumers ein und setzt sich die Schlafmaske auf. Er sieht also nicht, welche Karte ihm die anderen Spieler erklären müssen. Danach werden die Rollenkarten verteilt, sodass jeder andere Spieler entweder Fee, Nachtalb oder Sandmann ist. Achtung: Diese Rollen sind geheim und kennt nur der entsprechende Spieler selbst! Dann kann es auch schon direkt losgehen.

Die oberste Karte vom Stapel wird zur Seite gelegt. Sie hat der Träumer schon bei der Spielvorbereitung gesehen. Die Sanduhr (ca. 2 Minuten) wird umgedreht und nun geben die Mitspieler nacheinander im Uhrzeigersinn dem Träumer Hinweise zur Karte. Sie dürfen dabei nur ein Wort verwenden. Sobald der Träumer glaubt zu wissen, um welchen Begriff es sich handelt, sagt er ihn laut. Der Träumer hat nur einen Versuch. Die Mitspieler legen diese Karte dann auf den Stapel mit den richtigen oder falschen Karten. Danach geht es direkt mit der nächsten Karte weiter.

Die Schwierigkeit für den Träumer ist hier herauszufinden, welcher Spieler ihn auf eine falsche Fährte führen möchte. Je nach Begriff kann das durchaus nicht so einfach sein.

Sind die 2 Minuten abgelaufen, muss sich der Träumer an alle richtig erratenen Begriffe erinnern. Wer ganz kreativ sein möchte, kann eine Geschichte um alle Begriffe stricken und so den Spaßfaktor erhöhen. Die Mitspieler achten hier darauf, wie viele der richtig erratenen Begriffe auftauchen und geben dem Träumer seine Siegpunkte. Jetzt darf er die Schlafmaske wieder abnehmen. Anschließend werden die Punkte für Feen, Nachtalben und Sandmänner geprüft und verteilt.

Dann ist der nächste Spieler an der Reihe und erhält die Schlafmaske. Die Rollenkarten werden neu verteilt und die nächste Runde startet. Gespielt wird bis alle Spieler einmal geträumt haben. Schlussendlich hat der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewonnen.

Was ich an When I Dream mag:

Der Reiz herauszufinden, wer einen gerade übers Ohr hauen möchte, macht für mich das Spiel aus. Der Begriff „Zeitung“ ist ein gutes Beispiel. Der Träumer erhält folgende Hinweise: Sandmann sagt „Papier“. Fee sagt „bedruckt“. Bis hier kann der Träumer gut auf die Zeitung kommen. Doch wenn der Nachtalb „gebunden“ sagt, ist der Träumer sofort bei dem Begriff „Buch“. Den richtigen Begriff zu finden, ist also gar nicht so einfach und der Träumer muss seine Mitspieler gut kennen, um zu erkennen wer ihm gerade ein X als ein U verkauft.

Menschenkenntnis, Kommunikationsfähigkeit und viel Kreativität machen für mich den Spaßfaktor bei When I Dream aus. Die umfangreich gestalteten Karten und der Kartenstapelhalter, der wie ein Bett aussieht, setzen das Spiel thematisch auch super gut um. Darüber hinaus kann der Kartenstapel mit den Karten aus den Spielen Dixit und Mysterium erweitert werden, um so noch mehr Begriffe ins Spiel einzubinden. Hier sollte jedoch vorher ein Begriff für jede Karte festgelegt werden.

Fazit:

When I Dream ist ein Spiel, das für kleine bis große Gruppen geeignet ist, die aus Familie oder Freunden bestehen. Die richtigen Hinweise zu finden, bildet einen sehr großen Spaßfaktor und fördert die Kreativität und den Einfallsreichtum. Durch die simplen Regeln ist das Spiel schnell erklärt und auch für Brettspielneulinge ein guter Einstieg.

Wer oft mit Gruppen in unterschiedlichen Größen spielt, hat mit When I Dream ein Spiel für alle Eventualitäten. Die Illustrationen sind großartig, das Spielmaterial thematisch grandios umgesetzt und es bietet viel Abwechslungsreichtum.

Torsten Becker

Event- und Organized Play Manager

Operational Marketing