Spiel des Jahres bei Asmodee

Seit 1979 wird der Kritikerpreis Spiel des Jahres vergeben. Der Rote Pöppel hat sich seitdem zu einer der renommiertesten Auszeichnungen der Spielewelt entwickelt. 2001 kam der kleine blaue Pöppel Kinderspiel des Jahres und 2011 der anthrazitfarbene Pöppel Kennerspiel des Jahres dazu. Oft dabei, manchmal als Preisträger, manchmal als Nominierte, waren Spiele von Asmodee.  

2019: Just One

„Just One ist insbesondere durch seine Einfachheit genial“, begründet die Jury ihre Wahl für den Preisträger. „Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen.“ Schon bei der Nominierung nannte die Jury Just One einen „Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.“
Auf die Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres hat es 2019 Newton geschafft.


2018: Sonderpreis für Pandemic Legacy - Season 2

Mit dem Sonderpreis hat 2018 die zehnköpfige Jury von Spieleexperten die herausragende Leistung der Autoren Matt Leacock und Rob Daviau ausgezeichnet. Beide haben eine ganz besondere Spielewelt geschaffen, die mit Pandemic Legacy Season 1 schon ihren Anfang nahm. „Mit der perfekten Fortsetzung toppen sie sich nun selbst. An Pandemic Legacy – Season 2, dem bislang besten Pandemie, werden sich künftig alle Legacy-Spiele messen lassen müssen“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. 
Im selben Jahr war Panic Mansion von Blue Orange für das Kinderspiel des Jahres nominiert.

2016: Codenames und Kinderspiel Stone Age Junior

„Einer ersten Partie Codenames folgt oft die zweite. Dann die dritte, die vierte“ so die Jury über das Spiel mit Assoziationen. Das kommunikative Partyspiel von CGE übe einen Sog aus, dem sich kaum jemand entziehen kann. „Möglichst viele Wörter mit einem Begriff zu umschreiben, ohne auf Wörter der Konkurrenz hinzuweisen – diese wiederkehrende Aufgabe ist wie ein Rätsel, das man unbedingt lösen möchte.“ 

Ebenfalls 2016 wurde Stone Age Junior von Hans im Glück zum Kinderspiel des Jahres gewählt.  „Wie die Menschen in der Steinzeit ihre Welt eroberten und gestalteten, stellt dieses Spiel sehr einprägsam, spannend und kindgerecht dar“ heißt es in der Begründung. 
Und auf die  Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres schafften es Blood Rage von CMON, T.I.M.E Stories, Pandemic Legacy – Season 1 und 7 Wonders: Duel.

2015: Colt Express

Ein Zugüberfall sollte so einfach sein. Aber wenn bei Colt Express von Ludonaute zwei bis sechs Gesetzlose einen Zug überfallen, kommen sie sich gegenseitig in die Quere. Für die Jury macht gerade das den Reiz aus: „Wer gerade noch darüber feixt, anderen Gaunern die Absichten vermasselt zu haben, tappt schon bald selbst in einen Hinterhalt. Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz.“ Lob findet auch der besondere Spielplan mit dreidimenisonaler Lok und Waggons.
Nominiert zum Kennerspiel war 2015 Elysium und auf die Empfehlungsliste schaffte es Auf den Spuren von Maro Polo.


2011: 7 Wonders

Mit dem ersten Kennerspiel des Jahres begann auch für das Spiel des Jahres eine neue Ära. Der Preis mit dem anthrazitfarbenen Pöppel richtet sich an Spielerfahrene, „die schon längere Zeit spielen und Erfahrung beim Erlernen neuer Spiele mitbringen“. 7 Wonders von Repos Production gewann den Preis, weil der Aufbau von Zivilisationen ein positives Spielerlebnis vermittele, schrieb die Jury: „Wie wahre Herrscher fühlen sich die Spieler, wenn beinahe im Minutentakt Karten in die Auslage wandern und das eigene Reich größer und größer wird.“ heißt es in der Begründung. 7 Wonders verfüge als variantenreiches Spiel über ein „Suchtpotential“

2010: Dixit

Dixit ist das traumhafte Spiel von Libellud, das 2010 die Jury überzeugt hat. 84 Bildkarten warten darauf, mit einem passenden Wort, einer Aussage, einem Gedanken kombiniert zu werden. „Schnell geraten die Spieler ins Schwärmen und entdecken immer neue Details auf den Bildern, die zum Träumen, Nachdenken und Genießen einladen.“

2004: Zug um Zug

Der moderne Klassiker von Alan R. Moon hat schon damals begeistert – und tut es noch heute. Die Jury bereitete dem Spiel damals einen großen Bahnhof: „Zug um Zug hat eine exzellente, gut bebilderte und kurze (!) Spielregel. Die Illustration ist themengerecht, detailreich und ansprechend. Das Spiel geht leicht von der Hand und ist bis zum letzten Moment spannend.“

2001: Carcassonne

Das Spiel von Hans im Glück brachte den Meeple in die Welt. Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede überzeugte kurz nach der Jahrtausendwende vor allem durch die Vielfältigkeit: Das Ergebnis jeder Partie sieht anders aus und jede Runde bringt eine eigene Strategie mit sich, so die Jury. „Das verleiht dem Spiel einen ausgesprochen hohen Wiederholungsreiz. Dabei ist es gerade eine besondere Stärke von Carcassonne, dass die Zahl der beteiligten Personen keine Rolle spielt.“

1996: El Grande

Bei El Grande versuchen die hohen spanischen Adligen in den Regionen des Königreiches ihren Einfluss zu mehren. Dazu entsenden sie Caballeros an den Hof und in die Regionen. Auch für die Jury ein königlicher Spaß: „Spielplan und Spielmaterial sind fantastisch – das hat allerdings auch seinen Preis – der Spielmechanismus funktioniert vorzüglich.“ Besonders Lob finden die Experten für den Autor:  „Wolfgang Kramer [...] hat mit El Grande sein Meisterstück abgelegt.